Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Klima-Nationalismus torpediert Klimaziele

Cleveres CO2-Gesetz reduziert mit vorhandenen Mitteln möglichst viel CO2-Ausstoss

Die Schweiz geht ihren klimapolitischen Weg nach den jetzigen Kyoto-Verpflichtungen konsequent weiter [Bild 1]. Dank klugen Anreizen statt Verbotspolitik haben tausende von Unternehmen bereits gezielt investiert und CO2 gespart. Mit dem neuen CO2-Gesetz mit konkreten Massnahmen setzen wir das Pariser Klimaabkommen um. 50% CO2-Reduktion bis 2030 ist sehr ambitioniert. Das ist nur zu erreichen, wenn wir endlich Reduktionsmassnahmen im Ausland flexibel zulassen. Gerade in Ländern wie China, Indien oder in anderen Weltregionen steigt der CO2 derzeit massiv [Bild 2]. Hier ist die grösste Hebelwirkung erzielbar. Mit den eingesetzten Mitteln ist dabei möglichst viel CO2 zu sparen. Ein Export orientiertes Land, das jeden zweiten Franken im Ausland verdient, hat die Pflicht, global CO2 zu reduzieren. Dass die Schweiz es geschafft hat, die Wirtschaftsleistung vom CO2-Ausstoss und Gesamtenergieverbrauch zu entkoppeln [Bild 3], sollte auch in anderen Ländern Schule machen.

Der veranstaltete Klima-Nationalismus ist fehl am Platz und hinderlich.

Bild 1: Entwicklung CO2-Ausstoss Schweiz nach Sektoren

 

 

Bild 2: Entwicklung CO2-Ausstoss weltweit

 

Bild 3: Entkoppelung Wirtschaftsleistung vom CO2-Ausstoss & Gesamtenergieverbrauch in der Schweiz